Foto Filmmuseum Turin innen

Das schönste Filmmuseum der Welt / Il più bel museo del cinema del mondo

(Traduzione italiana di seguito)
… ist zumindest meiner Ansicht nach das Museo Nazionale del Cinema in Turin. Vermutlich wusste ich schon vor dem Besuch der Berlinale im Jahr 2004, dass es in Turin ein Filmmuseum gibt. Aber erst als ich den Film „Dopo Mezzanotte“ (Nach Mitternacht) von Davide Ferrario im Programm des Internationalen Forums des Jungen Films gesehen hatte, beschloss ich spontan, dass ich das Filmmuseum in Turin besuchen müsste. „Dopo Mezzanotte“ erzählt eine Liebesgeschichte, deren Protagonist ein Student ist, der als Nachtwächter eben im Filmmuseum arbeitet. Eigentlicher Protagonist des Filmes ist jedoch die Mole Antonelliana, in der das Filmmuseum untergebracht ist, bzw. das Museum selbst. Der Film fängt die zauberhafte Atmosphäre der Mole Antonelliana und des Museums so gut ein, dass ich mich nicht nur für die Architektur des Gebäudes und das Museum selbst rasch begeisterte, sondern fast gefangen genommen fühlte. Es dauerte dann jedoch noch ein paar Jahre, bis ich nach einem Wanderurlaub am Monte Viso das Museum tatsächlich besuchen konnte. Mein Besuch dauerte viele, viele Stunden ….

Zwei Gründe gibt es – immer noch meiner Ansicht nach – dafür, dass ich das Filmmuseum in der Mole Antonelliana für das schönste halte, das ich kenne:

Der erste: Das einzigartige Gebäude, in dem das Filmmuseum untergebracht ist, eben die Mole Antonelliana.

Der zweite: die Gestaltung der Dauerausstellung des Museums und die ihr zugrundeliegenden Prinzipien.

Zuerst zum Gebäude: Die Mole Antonelliana ist in vielerlei Hinsicht einzartig: Ein rechteckiges turmartiges Gebäude mit einer sich langsam verjüngenden Kuppel. Im Innern ein sehr hoher freier Innenraum, der fast bis zur Spitze der Kuppel reicht. Im Schnittpunkt der Diagonalen des Raumes schwebt ein Panoramaufzug nach oben zur Aussichtsplattform, die sich über der Kuppel in 85m Höhe befindet. Dann folgt ein spitzer Aufsatz, der die Höhe von 167m erreicht. Von der Aussichtsplattform reicht bei gutem Wetter der Blick bis zu den Alpen.

Die Mole, das Wort bedeutet auf italienisch „großes Gebäude“, war ursprünglich als Syngagoge geplant. Aber die Pläne des ehrgeizigen Architekten Alessandro Antonelli überstiegen bald die finanziellen Möglichkeiten der jüdischen Gemeinde von Turin. Schließlich übernahm die Stadt Turin das Gebäude, richtete dort zuerst ein Museum des Risorgimento ein, bis dann das Filmmuseum, das von Maria Adriana Prolo gegründet worden war, in der Mole Antonelliana seinen Platz fand.

Warum ein Filmmuseum in Turin? Zur Beantwortung der Frage ist ein kurzer Exkurs in die italienische Filmgeschichte erforderlich. Turin war als Hauptstadt des Piemont auch der Sitz des italienischen Königshauses. Turin war und ist eine reiche Stadt, nicht zuletzt durch das Entstehen der Automobilindustrie (Fiat). So entstanden auch prompt in Turin die ersten Filmproduktionsfirmen Italiens wie Itala Film oder Ambrosio. Turin ist der Geburtsort des italienischen Films, und es ist deswegen nur konsequent, dass hier das Filmmuseum entstand.

Über weitere Einzelheiten der italienischen Filmgeschichte und die Bedeutung der Mole Antonelliana als eines der bekanntesten und auffälligsten Wahrzeichen der Stadt Turin möchte ich nicht schreiben, weil das Maria Adorno besser kann, denn sie kommt ja aus Turin (siehe den folgenden Text).

Kommen wir also zum Filmmuseum:
Die Gestaltung der Dauerausstellung ist – man könnte schon fast sagen – in raffinierter Weise – auf ihre Wirkung auf die Besucher hin ausgerichtet. Tatsächlich habe ich eine erste Fassung dieses Textes so geschrieben, als ob ich mich nach dem Betreten des Museums in der großen Tempelhalle wiedergefunden hätte. Das ist aber nicht richtig, wie mir Maria Adorno mitteilte. Die Besucher des Museums werden zuerst in eine höhere Etage geführt, wo sich jener Teil des Museums befindet, der sich der „Kino-Maschine“ widmet. Dann geht es über verschiedene Stationen an den Seiten des hohen und freien Innenraums der Mole Antonelliana entlang abwärts  zu den sog. Kapellen. Dabei senkt sich der Blick immer wieder hinunter in die Halle, während man gleichzeitig einer echoartigen Geräuschkulisse ausgesetzt ist, denn in der hohen und freien Halle mit ihren Betonwänden ist ein ständiges Gesumm und Gesause der von überall her dringenden Stimmen der Besucher zu hören. Die Kapellen, die sich also weiter unten befinden, sind für die verschiedenen Gernres eingerichtet, und erst am Ende des Rundgangs finden sich die Besucher in der großen Tempelhalle wieder, die ganz von der riesigen Statue des Molochs aus „Cabiria“ beherrscht wird. Und das ist nun der Eindruck, den die Besucher mit nach Hause nehmen – diese riesige Halle bleibt ihnen und blieb auch mir vorrangig im Gedächtnis. Ob es tatsächlich Absicht bei der Gestaltung der Ausstellung war, diese Wirkung beim Besucher zu erzielen, kann hier nur vermutet werden. Jedenfalls stellte sich bei mir diese Wirkung ein. Vorausgesetzt, dass diese Feststellung verallgemeinert werden darf, kann es nur lobend erwähnt werden, in welcher Weise die Ausstellung erfolgreich auf eine bestimmte Wirkung hin gestaltet wurde.

Abteilung „Die Kinomaschine“ Hier: In der“Maske“

Im Folgenden möchte ich jedoch nicht genau der Abfolge der Besichtigung folgen, sondern etwas frei umherschweifen, so wie auch ich im Turiner Filmmuseum spätestens bei meinem zweiten Besuch mich mehr oder weniger nicht an die vorgeschlagene Route hielt und mich am liebsten etwas in der Ausstellung verlieren wollte …

Kommen wir also doch zuerst auf die Tempelhalle zu sprechen, die den sehr hohen und freien Innenraum einnimmt.  Mit dem Namen wird nicht nur auf den ursprünglichen Zweck des Gebäudes angespielt, sondern auch ein Bezug zur Filmgeschichte hergestellt. Denn unübersehbar steht hier – wie schon erwähnt – eine Nachbildung des Mololchs aus „Cabiria“. Glücklicherweise warten in der Tempelhalle nicht harte Kirchenbänke auf den Besucher, sondern sehr bequeme, etwas futuristisch gestaltete Liegen, so dass man aller Ruhe zwei Filmmontagen ansehen kann. Man könnte jetzt darüber philosophieren, ob hier eine gewisse, auch zum Religiösen neigende Cinephilie zum Tragen kommt, denn auch die kleineren Nebenräume, die einzelnen Gattungen gewidmet sind, werden in der englisch-sprachigen Broschüre des Museums „Chapels“, also Kapellen, genannt. Natürlich, es war das italienische Kino, das auch den Typus der „Diva“, der Göttin, erfunden hat, jener quasi religiös verehrten Schauspielerinnen wie Lyda Borelli, Pina Menichelli und andere. Wir kennen nur „Stars“. …

Tatsächlich ist das Prinzip, das bei der Gestaltung der Dauerausstellung unübersehbar zum Tragen kommt, eine große Liebe zum Kino in allen seinen Facetten. Während viele andere Filmmuseen eher einen kognitiven Zugang zum Kino und zur Filmgeschichte gewählt haben, der Besuicherinnen und Besucher immer in einer gewissen reflexiven Distanz hält und sie die Filmgeschichte „lehrt“, steigerte sich jedenfalls bei mir im Laufe des Besuchs ständig das Vergnügen und der sinnliche Genuß so weit, dass ich lange an den verschiedenen Stationen verweilte und mich in der Ausstellung schon fast verlor. In „Frankensteins Labor“ blubbert es wunderschön in einem fantasievollen Laborambiente, und in der Westernbar fürchtet man, reichlich bleihaltige Luft atmen zu müssen. Man glaubt schon fast, Doc Holliday würde gleich in Begleitung von Wyatt Earp hereinkommen, und mir fällt ein, dass ich zu „My Darling Clementine“ unbedingt noch etwas schreiben möchte – obwohl – oder gerade – weil ich eigentlich kein Westernfan bin. Ich schweife ab … Zurück nach Turin …

In all diesen Kapellen –  und hier ist nur eine kleine Anzahl davon erwähnt –  bieten Monitore Filmausschnitte, und die Gänge zwischen den einzelnen Stationen, die sich um den großen Innenraum gruppieren, sind zum Teil mit riesigen Plakaten bekannter und berühmter Filme geschmückt. Ebenso gelungen ist die Science-Fiction- Kapelle, wo man in einem interstellaren Pilotensessel Platz nehmen kann, und schließlich gibt es auch die Kapelle des Absurden, die nach einer Szene aus Bunuels „Le Fantôme de la liberté´“ (Das Gespenst der Freiheit) gestaltet ist.

Wie schön erwähnt, werden die Besucher auf einer höheren Etage der Mole mit dem bekannt gemacht, was ich das „System Kino“ nennen möchte, das von der Produktion eines Filmes bis zu seiner Distribution reicht. Im Museo Nazionale del Cinema Turin hat diese Abteilung den Namen „Die Kino-Maschine“ erhalten, was wiederum eine Anspielung auf die arbeitsteilige Entstehungsweise eines Filmes darstellt, die durchaus mit einer industriellen Fertigung verglichen werden kann. Nicht umsonst wird von der Filmindustrie gesprochen. Auch in diesem Teil des Museums sind die einzelnen Stationen, wie z. B. „Der Regisseur“ oder „Das Drehbuch“, aber auch die charakterischen Besonderheiten des „System Kinos“ ausführlich und mit großer Detailgenauigkeit gestaltet. Nennen wir nur pars pro toto „Das Starsystem“, „Das Casting der Darstellerinen und Darsteller“ bis hin zu „Die Kamera“, „Die Beleuchtung“ und weiteren technischen Aspekten.

Im Büro des Drehbuchautors – mit junger Besucherin

Versuchen wir ein Resumé: Als gestaltende Kraft, die in allen Abteilungen des Filmmuseums Turin obwaltet, kann nur eine große Liebe zum Kino verortet werden. Die Cinephilie, die in Turin überall zur Wirkung und zum Tragen kommt, grenzt nichts aus und lässt allen Formen des Kinos ihre Gültigkeit. So kann das Kino seine ganze Magie entfalten und der Besuch des Filmmuseums Turin wird zu einem einzigartigen sinnlichen Erlebnis. Ein Besuch, den vermutlich viele Besucherinnen und Besucher gerne wiederholen. Ich sehe sehnsüchtig meinem dritten Besuch entgegen. Und jetzt hat Maria Adorno das Wort.

Alle Fotos: ©  Josef Jünger

 

Il più bel museo del cinema del mondo

…… è il Museo Nazionale del Cinema di Torino, almeno a parer mio. Probabilmente sapevo già prima della mia visita alla Berlinale nel 2004 che a Torino c’era un museo del cinema, ma è stato solo dopo aver visto il film “Dopo Mezzanotte” di Davide Ferrario al “Internationalen Forums des Jungen Films” che ho deciso spontaneamente di andarlo a visitare. „Dopo Mezzanotte“ racconta una storia d’amore il cui protagonista è uno studente che lavora come guardiano notturno al Museo del Cinema. Il vero protagonista del film, però, è laMole Antonelliana, se non addirittura lo stesso Museo. Il film cattura così bene l’atmosfera magica della Mole Antonelliana e del Museo del Cinema che, oltre ad aver trovato sorprendenti l’architettura dell’edificio e del Museo, mi sono sentito davvero catturato dal loro fascino. Tuttavia, ci sono voluti alcuni anni prima che potessi effettivamente visitare il Museo, in seguito ad un’escursione sul Monviso. La mia visita è durata molte, molte ore…

Ci sono due ragioni per cui io, personalmente, considero il Museo del Cinema della Mole Antonelliana il più bello tra quelli che conosco:

Innanzitutto, lo straordinario edificio in cui è ospitato il Museo del Cinema, la Mole Antonelliana;

a seguire, la struttura della mostra permanente e i principi su cui si basa.Iniziamo dall’edificio.

La Mole Antonelliana è unica in svariati sensi: è un edificiosu base quadrangolare simile ad una torre, si sviluppa con una cupola che poi si assottiglia progressivamente. All’interno c’è uno spazio aperto molto alto che arriva quasi alla sommità della cupola. All’incrocio delle diagonali di quest’area, un ascensore panoramico sale fino alla terrazza panoramica, che si trova a 85m al di sopra della cupola. Segue la lunga punta dell’edificio, la cui sommità raggiunge un’altezza di 167m. Con il bel tempo, la vista dalla terrazza panoramica si estende fino alle imponenti Alpi.

La Mole, che letteralmente indica un edificio dalla possente “massa”, era stata originariamente progettata come una singagoga. Ma i piani dell’ambizioso architetto Alessandro Antonelli oltrepassarono presto le risorse finanziarie della comunità ebraica torinese. Alla fine la città di Torino rilevò l’edificio, allestendovi dapprima un Museo del Risorgimento, finché il Museo del Cinema, fondato da Maria Adriana Prolo, vi trovò posto.

Ma perché un Museo del Cinema a Torino? Per rispondere alla domanda è necessario un breve excursus nella storia del cinema italiano. Come capoluogo del Piemonte, Torino era anche la sede della famiglia reale italiana. Torino era ed è una città ricca, non da ultimo per l’emergere dell’industria automobilistica della Fiat. Nascono così a Torino le prime società di produzione cinematografica italiane come Itala Film e Ambrosio. Torino è la culla del cinema italiano, ed è quindi logico che il Museo del Cinema sia stato istituito qui. Non voglio scrivere ulteriori dettagli riguardo la storia del cinema italiano e l’importanza della Mole Antonelliana in quanto uno dei simboli più famosi e suggestivi della città di Torino, perché Maria Adorno, essendo Torinese, può senza dubbio farlo meglio di me (vedi il testo che segue).

Veniamo quindi al Museo del Cinema: il design della mostra permanente è, oserei dire con grande raffinatezza, orientato al suo effetto sui visitatori. In effetti, avevo scritto una prima bozza di questo testo basandomi sui miei ricordi, che mi suggerivano che all’entrata ci si trovasse già nella maestosa Sala del Tempio. E invece, come mi ha fatto notare Maria Adorno, i visitatori del Museo vengono prima condotti in un’altra sezione, dove si trova la parte del Museo dedicata alla “macchina del cinema”. In seguito, si attraversano varie aree interne percorrendo gli ampi lati interni della Mole Antonelliana, fino alle cosiddette cappelle. Durante il percorso, lo sguardo è già attratto dall’atrio centrale, e allo stesso tempo si è esposti ad un rumore di fondo simile ad un eco,poiché dall’atrio, ampio e aperto, delimitato da pareti in cemento, si percepisce il ronzio costante delle voci dei visitatori venuti da ogni dove. Le cappelle, che sitrovano più in basso, sono allestite secondo vari generi cinematografici, e solo a questo punto del percorso i visitatori si trovano nella grande Sala del Tempio, dominata dall’enorme statua del Moloch di “Cabiria”. E questa è l’impressione che i visitatori portano a casa con loro: questa enorme sala rimane impressa, ed era infatti indubbiamente il ricordo privilegiato dalla mia memoria. C’è da chiedersi se il suscitare questo effetto nei visitatori fosse effettivamente l’intenzione dell’allestitore della mostra. Di certo, questo è stato l’effetto su di me. E se questa impressione fosse effettivamente generalizzabile, allora non si può che elogiare il modo in cui la mostra è stata progettata, con successo, in funzione di un determinato effetto.

A questo punto, però, preferisco abbandonare l’esatta sequenza della visita e vagabondare liberamente, così come non mi sono streattamente attenuto al percorso suggerito quanto ho visitato per la seconda volta il Museo del Cinema di Torino, e ho preferito perdermi nella visita…

Tornerei quindi alla Sala del Tempio, che occupa la zona interna, ampia e libera.Il nome non solo allude allo scopo originario dell’edificio, ma fa anche riferimento alla storia del cinema. Come già accennato, qui è chiaramente visibile una replica del Moloch di “Cabiria”. Fortunatamente, poi, nell’area centrale lo spettatore non trova dei banchi rigidi da chiesa su cui sedersi, ma delle poltroncine molto comode, quasi futuristiche, su cui ci si può sdraiare e si può tranquillamente godere di alcuni montaggi cinematografici su due schermi l’uno vicino all’altro. Si potrebbe ora filosofare se come una certa cinefilia, che tende anche ad essere religiosa, entra qui in gioco, poiché le stanze ausiliarie più piccole, quelle dedicate ai singoli generi, sono chiamate „cappelle“ anche nelle brochure in inglese del Museo. Certamente, è stato il cinema italiano ad inventare il modello di “diva”, la dea, di quelle attrici che erano venerate in modo quasi religioso, come Lyda Borelli, Pina Menichelli, e molte altre. Conosciamo solo „stelle“…

In effetti, il principio che chiaramente entra in gioco nella progettazione della mostra permanente è un grande amore per il cinema in tutte le sue sfaccettature. Mentre molti altri musei del cinema hanno scelto un approccio più cognitivo alla storia del film e del cinema, che tiene automaticamente i visitatori ad una certa distanza riflessiva e “insegna” loro la storia del cinema, qui ho provato davvero un senso di diletto; e questo piacere sensoriale è aumentato così tanto, durante la visita, da farmi rimanere a lungo nelle varie stazioni e farmi davvero sperdere nella mostra. Nel “Laboratorio di Frankenstein” si gorgoglia meravigliosamente in un ambiente di laboratorio fantasioso, mentre nel locale in stile Western si ha quasi timore di dover davvero respirare un’aria carica di piombo. Si ha l’impressione che Doc Holliday stia per entrare con Wyatt Earp – il che mi fa venire in mente che voglio proprio scrivere qualcosa su „My Darling Clementine“, anche se in realtà non sono un fan dei western – o forse proprio per questo. Ma non divaghiamo e torniamo a Torino…

Nel Salone Western

In tutte queste cappelle – e qui ne ho menzionate solo alcune – svariati monitor offrono estratti di film, mentre i corridoi tra le singole stanze, che sono raggruppati attorno al grande atrio interno, sono spesso decorati con enormi poster di film famosi e prestigiosi. La cappella della fantascienza, dove ci si può sedere sulla poltrona di un pilota interstellare, è altrettanto suggestiva, e infine c’è anche la cappella dell’assurdo, che sostanzialmente si basa su una scena de „Le Fantôme de la liberté ́“ di Buñuel.

Come dicevo, al piano superiore della Mole i visitatori vengono introdotti a quello che mi piace chiamare “sistema cinema”, che va dalla produzione di un film alla sua distribuzione. Nel Museo Nazionale del Cinema di Torino, a questo reparto è stato dato il nome “La macchina del cinema”, che a sua volta allude al modo in cui si realizza un film basato sulla divisione del lavoro, che può certamente essere paragonato alla produzione industriale. L’industria cinematografica non viene però trattata. Anche in questa parte del museo le singole stazioni, come „Il regista“ o „La sceneggiatura“, nonché i tratti caratteristici del „sistema cinema“, vengono presentati tutti con grande attenzione ai dettagli. Tra i tanti aspetti tecnici trattati, cito pars pro toto lo Star System, il Casting, la videocamera, l’Illuminazione.

Proviamo a riassumere: penso che l’impulso creativo che regna in tutte le sezioni del Museo del Cinema di Torino è essenzialmente il grande amore per il cinema. La cinefilia, che si fa sentire ovunque a Torino, non esclude nulla e conferisce ad ogni forma di cinema la propria validità. In questo modo il cinema può dispiegare tutta la sua magia, e così una visita al Museo del Cinema di Torino diventa un’esperienza sensoriale unica nel suo genere. Una visita che molti visitatori sono probabilmente felici di ripetere. Io attendo con ansia la mia terza visita. E ora lascio la parola a Maria Adorno.

Tutte le foto: ©  Josef Jünger

Traduzione: Maria Adorno

 

Das Video verliert sich etwas in den Höhen und Weiter der Tempelhalle

1 Kommentar

  1. […] seguito all’articolo „Il più bel museo del cinema del mondo“ pubblicato qui su Sinn und Cinema la scorsa settimana, posso affermare che, anche dal mio punto […]

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